Typ-2-Diabetes

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der als Hauptsymptom der Blutzuckerspiegel erhöht ist. Man unterscheidet im Allgemeinen die zwei Haupttypen Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes.

Der Zucker aus der Nahrung (Glukose) liefert unseren Körperzellen die nötige Energie. Bei gesunden Menschen funktioniert das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Hormon Insulin wie ein Schlüssel, der die Körperzellen für den Zucker aufschließt. Die Zellen können den Zucker so aus dem Blut aufnehmen:

  • 1.Die in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydrate werden bei der Verdauung in Zucker umgewandelt. Der kleinste Zuckerbaustein ist Glukose (Traubenzucker).
  • 2.Die Glukose wird ins Blut aufgenommen – der Blutzuckerspiegel steigt.
  • 3.Der Körper registriert den erhöhten Blutzuckerwert und sendet ein Signal zur Bauchspeicheldrüse.
  • 4.Diese setzt Insulin ins Blut frei.
  • 5.Mit Hilfe des Insulins kann die Glukose in die Körperzellen aufgenommen werden. Insulin wirkt hierbei als eine Art Schlüssel, der die Öffnung der normalerweise verschlossen Transportkanäle für Zuckermoleküle ermöglicht.
  • 6.Durch die Aufnahme der Glukose in die Zellen sinkt der Blutzuckerspiegel wieder.

Bei Typ-2-Diabetes kann der Körper in der Regel zwar noch Insulin produzieren, aber er kann das Insulin nicht richtig nutzen. Die Zellen bleiben für den Zucker verschlossen und der Blutzuckerspiegel steigt. Diesen Zustand nennt man Insulinresistenz. Mit der Zeit produziert der Körper immer weniger Insulin, was zu einem Insulinmangel führen kann.

Durch einen geringeren Pegel von Insulin im Blut oder eine herabgesetzten Fähigkeit der Zucker-Transportkanäle, auf das Insulin zu reagieren, wird weniger Zucker in die Zelle aufgenommen.

Wer kann Diabetes bekommen?

Typ-2-Diabetes wurde früher auch als "Altersdiabetes" bezeichnet. Er tritt meistens erst nach dem 40. Lebensjahr auf, aber das Erkrankungsalter sinkt zunehmend. Der Typ-2-Diabetes kann sogar auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten.

Typ-2 tritt meist bei übergewichtigen Menschen auf und ist die am weitesten verbreitete Art von Diabetes. Er besteht bei über 90 % aller Menschen mit Diabetes.1

Die Ursachen für Typ-2-Diabetes sind familiäre Veranlagung, aber auch Übergewicht und Bewegungsmangel. Ein Insulinersatz kann notwendig sein.

Der Typ-2-Diabetes entwickelt sich schleichend. Da über Jahre hinweg keine spezifischen Beschwerden vorliegen, wird die Erkrankung oft nur "zufällig", beispielsweise während einer Routineuntersuchung, erkannt.

Anzeichen erkennen

Woran man eine Diabetes-Erkrankung erkennt und mit welchen Symptomen sich ein überhöhter Blutzuckerspiegel bemerkbar macht, lesen Sie bitte auf der Seite “Anzeichen erkennen”.

Weitere Diabetestypen

Zu den selteneren Unterformen des Diabetes zählt zum Beispiel der MODY-Diabetes („Maturity Onset Diabetes of the Young" = Altersdiabetes bei jungen Menschen), von dem etwa 1 – 2 % der Diabetespatienten betroffen sind. Er beruht auf einem genetischen Defekt, der die Insulinproduktion stört.

Von den Sonderformen des Diabetes ist der Schwangerschaftsdiabetes am bekanntesten. Er kommt bei ca. 3,7 % aller Schwangeren vor.2 Obwohl Schwangerschaftsdiabetes normalerweise mit der Geburt des Kindes endet, erhöht er das Risiko für Mutter und Kind, später an Diabetes Typ-2 zu erkranken. Mehr Informationen zum Schwangerschaftsdiabetes finden Sie hier.

Quellen

  1. DiabetesDE (Hrsg.): Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes. Kirchheim Verlag; Mainz; 2011
  2. Kleinwechter H. et al: Gestationsdiabetes mellitus (GDM) – Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Praxisleitlinie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Diabetologie 2011; 6: S180-S190.

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