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Bereiten Sie sich gut vor.

Diabetes bedeutet, dass Sie besonders in Ausnahmesituationen oder Notfällen gefährdet sind, vor allem dann, wenn Sie nicht nach Hause können oder Ihr Zugang zu Medikamenten zeitweise für Tage, Wochen oder sogar Monate unterbrochen oder eingeschränkt ist. Nehmen Sie sich die Zeit und bereiten Sie sich gut vor. Dies kann Ihnen im Notfall das Leben retten und dazu beitragen, Ihren Diabetes ohne Unterbrechung unter Kontrolle zu haben.

Gefahr der Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Bei schwerer Unterzuckerung, die mit Bewusstlosigkeit und Krampfanfall einhergeht, ist die Nahrungsaufnahme unmöglich. In diesem Fall bietet Glukagon eine sichere, schnelle und effektive Hilfe, Ihren Zuckerspiegel im Blut zu erhöhen. Glukagon wird gespritzt wie Insulin. Familienmitglieder und Freunde von Diabetikern sollten darüber informiert sein, wann und wie sie Glukagon verabreichen müssen.

Rufen Sie den Notruf (112) oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf, falls Sie nicht genau wissen, was Sie tun sollen.

Gefahr bei Überzuckerung (Hyperglykämie)

Falls Symptome einer Überzuckerung auftreten oder Ihr Blutzuckerspiegel über 2 bis 3 Tage hoch bleibt, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Diabetesberater. Während einer Krankheit kann es notwendig werden, Insulin zu spritzen oder Ihre derzeitige Medikamentendosis zu erhöhen. Bei Überzuckerung und einem mäßigen bis hohen Ketonspiegel im Urin sollten Sie ins Krankenhaus gehen. Überzuckerung kann dazu führen, dass Ihr Körper Flüssigkeit oder Salz verliert. Beides muss über Infusionen ersetzt werden.

Rufen Sie den Notruf (112) oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf, falls Sie nicht genau wissen, was Sie tun sollen.

Symptome bei Hyperglykämie

  • Mundtrockenheit
  • Durst
  • Häufiger Harndrang
  • Nächtlicher Harndrang
  • Eingeschränkte Sehschärfe
  • Müdigkeit oder Benommenheit
  • Rascher Gewichtsverlust
  • Mehr Appetit
  • Atemprobleme
  • Schwindel beim Aufstehen
  • Verwirrtheit
  • Bewusstlosigkeit oder Koma

Erfahrungen mit Naturkatastrophen haben in den letzten Jahren gezeigt, dass unter besonderen Umständen eventuell nicht immer eine ausreichende Versorgung mit Medikamenten möglich ist. Ganz gleich wo Sie leben, die folgenden Ratschläge können möglicherweise in einem Notfall helfen.

Eltern von Kindern mit Diabetes sollten die Lehrkräfte und das medizinisch geschulte Schulpersonal über die Erkrankung informieren. Zu Beginn eines jeden Schuljahres sollten Sie klären, wer Ihrem Kind im Notfall hilft.

Sollte eine Evakuierung notwendig werden, geben Sie sich umgehend als Diabetiker zu erkennen. Informieren Sie über alle Begleiterscheinungen, so dass die Behörden Ihnen die notwendige medizinische Hilfe zukommen lassen können.

® 2011 Lilly Deutschland GmbH | Geändert: 20.12.2011